Gefundene Dinge

Ein Spaziergang auf der Mariahilferstraße zu Wien kann durchaus zu einem Erlebenis werden. Es lohnt sich wirklich die Augen von den Auslagen zu wenden, sich hin zu setzen und dem bunten Treiben nachzugehen. Ein Fundstück im wahrsten Sinne des Wortes sind die hier präsentierten Reiseaschenbecher. Eine kleine Gruppe saß am Rand des Gehsteigs (4 Männer, 1 Frau – Ungar*innen, wie sich in einem kurzen Gespräch herausstellte). Metternich hätte wahrscheinlich eine Verschwörung gewittert. Tatsächlich saßen diese Menschen zusammen genossen den Nachmittag, rauchten Selbgstgewuzzelte und tranken Bier aus Dosen (Hülsen). Und dies ist der springende Punkt. Parallel zum Bierkonsum produzierten sie aus den ausgetrunkenen Hülsen kleine Aschenbecher.

Es ist ja fast schon ein Zwang, dass sich der „Bastl Wastl“ solche Dinge genauer anschaut. Die Falttechnik ist so einfach wie spektakulär. Man braucht nur eine Schere als Werkzeug. Meine Frau konnte es gar nicht glauben, dass diese feinen Kunstwerke nur aus einer einzelnen Blechdose gefaltet waren. Das sei a zu fein und filigran. Ich nahm zwei an mich und warf mein Kleingeld in einen der Behälter. So konnte für Nachschub gesorgt werden. Ich will die „gefundenen Objekte“ niemandem vorenthalten. Und nachdem ich einen Aschenbecher auseinander genommen hatte, war meine Frau von dem Produkt begeistert. Schade, dass wir beide nicht mehr rauchen.

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